Meine Reise


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Sonntag, 28. Dezember 2008

und wie geht's sonst so???

ok ich geb euch gleich mal den Schocker vorne weg. Das hier ist unser Auto (gewesen):
ABER: Keiner ist verletzt!!! Alle sind wohl auf. Es gab keinen Tropfen Blut und niemand musste ins Krankenhaus!

Auf dem Weg von Whangarei nach Paihia hat es geregnet. Hinter einer Kurve auf einer Landstraße wollte ein Van rechtsabbiegen und musste dazu den entgegenkommenden Verkehr durchlassen und deswegen anhalten. Als Svende versuchte zu bremsen, blockierten dir Räder auf der rutschigen Fahrbahn. Der Van kam immer näher, ohne dass wir wesentlich langsamer geworden wären. Beim Aufprall öffneten sich aber zum Glück die Airbags und so kamen wir mit ein paar Druckstellen durch die Sicherheitsgurte davon.
Ein vorbeifahrender Neusseeländer hielt sofort an, um uns zu helfen. Als wir das Auto an den Straßenrand geschoben hatten und gecheckt hatten, dass es allen gut ging, rief er die Polizei an. Die französische Familie, die wir gerammt hatten, konnte nach ihrer Aussage mit dem etwas verbeulten Miet-Van weiterfahren. Unser Auto musste aber natürlich abgeschleppt werden. Dabei nahmen uns dir wirklich sehr sehr freundlichen Polizisten sogar noch mit, da im Abschleppwagen nicht genug Platz für uns alle gewesen wäre. In der Werkstatt wurde dann erwartungsgemäß der finanzielle Totalschaden festgestellt. Zum Glück hatte Svende überhaupt eine Versicherung, denn das ist hier keine Pflicht! Allerdings übernimmt diese nur verursachte Schäden. Somit muss Sie zwar keine Tausende von Dollars für den Schaden am anderen Fahrzeug zahlen, bekommt aber keinen Cent für ihren Nissan.
So sind wir nun ohne Auto aber dafür glücklicherweise alle weiterhin unversehrt unterwegs. Mit einem Shuttle-Bus ging es dann erstmal weiter nach Paihia.
Vor allem Svende, der das Auto gehörte, war natürlich ersteinmal am Boden zerstört. Wir anderen waren mehr geschockt und aber auch irgendwie glücklich heil davon gekommen zu sein.

Naja und wie es sonst so geht?
Gut, denn wir liesen uns durch den Vorfall nicht unsere Reise vermießen. Außerdem stand ja auch Weihnachten an!
Trotzdem mussten wir am Dienstag erst noch den ein oder anderen auf den Schrecken trinken.

Am Mittwoch versuchte ich dann irgendwie zu etwas Weihnachtsstimmung zu kommen - was nicht gerade einfach war...
Dennoch besuchte ich ein Weihnachtsfest, dass hier alle Kirchen des Ortes gemeinsam veranstaltet haben. Neben etwas Essen und Trinken gab es auch Bühnenprogramm. Insgesamt eine ganz nette Sache.
Am Abend ging ich dann auch noch in den Weihnachtsgottesdienst in der anglikanischen Kirche in der Nähe unseres Hostels. Es war wirklich interessant, die gewohnten (Lied)texte einmal auf englisch zu hören.

Am nächsten Tag, dem 25.12, der hier als eigentlicher Weihnachtsfeiertag gilt, veranstaltete unser Hostel ein gemeinsames Barbecue. Grillen an Weihnachten?!?!?! Es geht...aber ein winterliches Raclett wäre mir doch lieber gewesen...naja ich wollte es ja nicht anders ;-)

Anschließend unternahm ich mit Per und Lukas (einem Deutschen, der aus der Nähe von Frankfurt kommt und mit uns in einem Zimmer schläft) einen Wanderung zu einem nahe gelegenen Wasserfall. Die Wanderung war sehr schön, der Wasserfall dafür aber nicht sehr besonders.

Den zweiten Weihnachtsfeiertag verbrachten wir in Russel, dass man in etwa 10 Minuten mit einer Fähre erreichen kann. Hier gab es nicht nur die älteste Kirche Neuseelands zu besuchen, sondern auch noch eine Bucht mit angenehm warmen Badewasser.

Weiter gings dann mit Wasser am nächsten Tag: Wir machten eine Tour auf einem der vielen Ausflugsboote mit, die es hier gibt. Unterwegs gab es Delphine zu beobachten, eine unbewohnte Insel zu erkunden und Gelegenheit zum Schnorcheln. Allerdings war das Wasser ziemlich kalt und leider nicht viel unter Wasser zu sehen. Schön war es trotzdem alleine schon auf dem Katamaran übers Wasser zu gleiten, vor allem als wir segelten und der Motor aus war.

Heute besichtigte ich dann den geschichtlich wohl bedeutensten Ort Neuseelands, die Treaty Grounds of Waitangi. Dieser Ort gilt als Geburtsstätte der Nation Neuseeland, denn hier entstand ein Vertrag, der Neuseeland zwar als unabhängige Nation deklarierte, gleichzeitig aber auch unter die Kontrolle der britischen Krone stellte. Unterzeichnet wurde er auch von vielen der Maori-Stammesführern, um eine drohende Inanspruchnahme durch Frankreich zu verhindern.

Weitere Bilder habe ich für euch hier ins Northland-Album hochgeladen. Viel Spaß beim Anschauen!

Jetzt wollen wir ersteinmal kochen und dann unseren Abschied feiern. Denn morgen trennen sich unsere Wege: Während die drei anderen noch eine Nacht länger bleiben, werde ich Sasis Großtante und Großonkel besuchen gehen, bevor es dann weiter nach Auckland geht, wo ich dann Anna, Steffen und Sven erwarte und mich mit ihnen auf Silvester freue!

Ich hoffe ihr hattet alle eine schöne Weihnachtszeit!
Für den Start ins neue Jahr wünsche ich euch alles alles gute!!!!

Montag, 22. Dezember 2008

Mein Zweites Zuhause

Traumhafte Lage, schöne Zimmer mit Seeblick, nette Hostelbesitzer und sogar ein Whirlpool: Da bleibt man schon gerne mal länger!


Bevor wir all dies erreichten brachen wir erst einmal nach Kaitaia auf, eine der hässlicheren Städte hier, die dafür aber etwas größer und mit eine günstigen Supermarkt gesegnet ist. Außerdem besorgten wir uns hier auch auf einem Schrottplatz für wenig Geld einen „neuen“ Reifen als Ersatz für einen abgefahrenen, wegen dem wir ihn Deutschland wohl schon längst per richterlichem Beschluss gesucht worden wären.

In einem Café entstand dann unser Plan für die nächsten Tage: Bis zu unserem fest gebuchten Weihnachtsaufenthalt in Paihia wollten wir uns ein ruhiges und gemütliches Hostel auf dem Weg suchen und dort von dem vielen Sightseeing ausspannen. Unsere Wahl viel auf die Sunseeker Lodge in Whangaroa.


Wie oben schon angedeutet, war das nicht gerade unsere schlechteste Entscheidung. Wir gingen die Zeit hier ganz relaxt an und nutzten vor allem auch ausgiebig den (endlich mal) ständig verfügbaren und relativ günstigen Internetanschluss des Hostels.


Zwischendurch unternahmen wir eher kleine Exkursionen.

So machte ich mich an unserem zweiten Morgen in aller Herrgottsfrühe auf den Berg zu besteigen, an dem unser Hostel liegt, um den Sonnenaufgang zu sehen. Leider war es etwas wolkig, der Anblick war aber trotzdem beeindruckend (ehrlich gesagt war ich aber auch beeindruckt, dass ich es wirklich geschafft hatte um halb 6 aufzustehen :-) ).

Später fuhren wir dann zu einem Strand neben dem auf einem kleinen ehemaligen Vulkan ein Denkmal für dir Rainbow Warrior steht. Dieses Greenpeaceboot wurde vom französischen Geheimdienst gesprengt, weil es eine ganze Flotte von Protestschiffen anführen sollte, die die französischen Atomtests im Pazifik verhindern sollte.

Am Abend machten Per und ich uns dann zum Angeln auf (was wir die letzten Tage bereits mehrmals erfolglos versucht hatten). Dank eines (gekauften) guten Köders und besseren Angelhacken gelang uns es dieses Mal auch einige Fische zu fangen, auch wenn diese nicht gerade zu den größten zählten. Belohnt wurden wir aber durch die atemberaubenste Abenddämmerung, die ich jemals gesehen habe.

Anschließend stand das Ausnehmen des Fisches an – zugegebener Maßen wesentlich weniger romantisch! Zum Glück konnte mich Per gut anleiten. Nicht nur, dass er Norddeutscher/Hamburger ist und so etwas damit quasi im Blut hat, er hat außerdem auch noch einige Jahre in der Notaufnahme eines Krankenhauses gearbeitet und war daher wesentlich weniger zimperlich als ich als es ans eingemachte ging…Jetzt habe ich endlich den ersten Fisch meines Lebens gefangen und ihn auch gleich noch verarbeitet. Es war wirklich eine interessante Erfahrung…aber ich habe Respekt vor den Fischern, die so etwas jeden Tag machen. Da muss man schon etwas abgebrühter sein als ich.

Zur Erholung legten wir dann heute einen Badetag an einem nahe gelegen Strand ein, um dann abends genüsslich den Fisch vom Vorabend zu verputzen. Der schmeckte nicht nur hervorragend, sondern war wohl auch nicht giftig, denn wir leben tatsächlich alle noch.


Als einzige negative Nachricht muss ich verlauten lassen, dass ich mein Skype-Abonnement gekündigt habe. Die Internetzugänge hier sind einfach zu selten, teuer und langsam. Dafür kann euch aber nun endlich mal meine neuseeländische Handynummer präsentieren, was ich bis jetzt immer vergessen hatte. Sie lautet: 0064 – 21 – 02 45 72 37.


Ich werde mich jetzt das vorerst letzte Mal in diesem wunderbaren Hostel zur Ruhe legen und morgen vielleicht noch einmal den Whirlpool nutzen, bevor wir uns zu unserem Weihnachtsdomizil aufmachen. Vorher werde ich aber noch ein paar neue Bilder für euch hochladen.

Euch allen, ihr fleißigen Leser, wünsche ich wunderschöne Weihnachten und entspannte Ferien den faulen Schülern ;-) !!!!!!!!!!!

Freitag, 19. Dezember 2008

Endlos

Man sieht bereits das Ende des Waldes. Während man über die Wiesen läuft und die sandigen Hügel erklimmt, kommt das Rauschen immer näher. Ein letzter Anstieg – und man ist da. Der Wind bläst einem Sand ins Gesicht. Ob die Gänsehaut durch den starken Wind bedingt ist oder ob einen schlicht der Anblick überwältigt lässt sich schwer sagen. Sicher ist nur, dass man da ist. Ein Blick nach rechts: endloser Strand. Ein Blick nach links: Strand soweit das Auge reicht. Vor einem rauscht rastlos die tasmanische See. Niemand ist da, um es zusagen. Kein Schild weist darauf hin. Aber wer sich jemals etwas länger mit Neuseeland beschäftigt hat weiß es ohnehin: Welcome to the 90-Mile-Beach.

Von unserem Hostel in Pukenui (gewöhnt euch lieber an komische Namen, hier heißen alle Orte in etwa so) machte ich mich auf gen Westen. Unseren zweiten Tag hier wollte ich zumindest teilweise alleine verbringen. Da es leider keine richtigen Wanderwege gab, schlug ich mich querfeldein durch die Botanik. Dabei begegneten mir zum Glück nur aufgeschreckte Kühe und Hühner und nicht die zugehörigen Bauern. Unterwegs stieß ich noch auf eine Avocadofarm, die gleich einen Teil meines Mittagessens stellte. Nachdem ich über Zäune geklettert und mich durch Gestrüpp gekämpft hatte, erreichte ich nach etwa 4 Stunden den 90-Mile-Beach. Einfach ein unglaublich Anblick (siehe oben)!!!

Am Abend kamen dann meine Mitreisenden mit dem Auto, und wir sahen uns gemeinsam den Sonnenuntergang an.


Auch ansonsten geschah hier wieder sehr viel.

Auf dem Weg nach Norden haben wir einiges Sehenswertes mitgenommen. Nach einer Wanderung um einen See besuchten wir einen der (zumindest in Neuseeland) berühmten Kauri-Wälder. Diese Bäume sind einfach gigantisch. Riesen aus einer anderen Zeit, die oft schon über 1000 Jahre alt sind. Daneben kommt man sich einfach nur unglaublich nichtig und klein vor.

Weiter ging es dann unter anderem mit einer Fähre Richtung 90-Mile-Beach. Das wunderschöne Hostel, in dem wir eigentlich übernachten wollten, hatte zwar leider keine günstigen Mehrbettzimmerplätze mehr frei, aber dafür fanden wir weiter nördlich ein anderes, dass auch einen gewissen (80er Jahre) Charme hat. Dafür war es der perfekte Ausgangspunkt für die Erkundung des hohen Nordens.


Außer des 90-Mile-Beaches besichtigten wir einige riesige Dünen, auf denen wir auch Sandboarden waren (siehe Bilder). Anschließend waren wir am Cape Reinga, dem nordwestlichsten Punkt Neuseelands. Dieser Ort ist nicht nur heilig für die Maoris (die Uhreinwohner Neuseelands) sondern hier vermischen sich auch Tasmanische See und der Pazifik.


Bevor wir ins Hostel zurückkehrten, waren wir noch an der Spirits Bay, etwas östlich vom Cape Reinga. Dieser Strand ist wohl einer der schönsten, den ich jemals gesehen habe. Allerdings war das Wasser doch recht kalt, was ich deutlich an meinen Zehen merkte, die nach einigen Minuten Schwimmen taub wurden.


Wie es genau weitergeht, müssen wir nun erst einmal besprechen. Sicher ist nur, dass wir an Weihnachten in Paihia sein werden.


Ansonsten hab ich es jetzt endlich geschafft Bilder hochzuladen. Einfach hier klicken!

Montag, 15. Dezember 2008

Almost a Kiwi

Meine Lieben, auch wenn es noch nicht so lange her ist, dass ihr das letzte Mal von mir gehört habt, kam mir die Zeit wie eine Ewigkeit vor. Nicht etwa, weil mir so langweilig wäre – nein – sondern weil hier in den wenigen Tagen so ungeheuer viel passiert ist!

Mittlerweile fühle ich mich wirklich nicht mehr so fremd in Neuseeland. Dieses Land hat die Eigenschaft, einen unglaublich schnell aufzunehmen und zu integrieren. Natürlich fühle ich mich noch wie ein Tourist, aber irgendwie mit einer anderen Mentalität. So fällt es mir hier z.B. unglaublich leicht, mit jedem zweiten dem ich begegne ein kleines Schwätzchen anzufangen. Dabei erhält man meistens auch wirklich sehr interessanten Infos.


Aber gut, nun zu „Was bisher geschah…“

Ein paar Stunden nach meiner Ankunft, hatte ich bereits guten Kontakt zu einigen meiner Hostel-Mitbewohner. Da hier alle fremd sind und ein gewisses Wagnis eingehen, sind auch alle unglaublich aufgeschlossen und jeder hilft dem anderen, wo er kann. Generell herrschte in unserem Hostel, dem „Verandahs“, einfach eine unglaublich freundliche Atmosphäre. Ich bin wirklich unglaublich froh, nicht in einem der anonymen, riesigen Hostels mitten in der City gelandet zu sein. Die 10 Minuten Fußweg, nahm ich dafür gerne in Kauf.

Am Sonntag war ich deshalb gleich mit Svende (Kielerin) und Tom (Engländer aus der Nähe von Birmingham) auf einer kleinen Schifffahrt und in der Innenstadt unterwegs.

In den nächsten Tagen standen dann Dinge an wie z.B. eine Steuernummmer beantragen, ein Bankkonto eröffnen und einige Sachen zu besorgen.

Dabei kam aber zum Glück auch der Spaß nicht zu kurz. Wir Backpacker waren auch gerne mal etwas trinken oder sind auch einmal an einen nahe gelegenen Strand gefahren.

Gemeinsam machten wir uns auf die Suche nach einem Auto und wurden nach einigem Suchen auch fündig. So kaufte sich Svende dann am Mittwoch einen Nissan, Baujahr 94, für unglaubliche 900 NZ$, also etwa 400€, mit dem wir dann am Sonntag endlich Auckland verlassen konnten.

An dieser Stelle eine kurze Anmerkung: Unglaublich, wie unbürokratisch und schnell hier alles geht. Ob Steuernummer oder Kfz-Ummeldung. Alles war nach ein paar Stunden oder gar Minuten erledigt. Das wir keine feste Adresse in Neuseeland vorweisen können, erschwerte das ganze auch kaum. Ein hoch auf die Kiwi-Bürokratie!


Um aber nicht nur zu loben: Was mich hier wirklich stört, ist die mangelhafte Anbindung ans Internet. Ich wurde da zwar auch durch Kalifornien verwöhnt, aber trotzdem ist das in Neuseeland schon nervig. Die Internetverbindungen hier sind teuer, langsam und nicht einfach zu erreichen – selbst in Auckland… Deswegen werde ich wahrscheinlich auch mein Skype-Abo kuendigen.

Aber gut - genug geschimpft:

Seit Donnerstag sind nun Svende, Tom, Per (Hamburger) und ich Richtung Norden unterwegs. Wir alle waren froh, aus dem doch recht stressigen und hektischen Auckland heraus zu sein und genossen erst einmal die ländliche Ruhe. Neben mehreren Strandbesuchen (einfach nur hammer!!! Schaut euch die Bilder an!!!) waren wir auch auf einer kleineren Wanderung auf einem Küstenweg und in einer Höhle, in der man einige Glühwürmchen beobachten konnte.

Ziemlich verwirrend ist für mich der Linksverkehr, auch wenn ich bis jetzt noch nicht Auto gefahren bin. Trotzdem muss man sich bei jeder Straßenüberquerung genau überlegen, auf welche Seite man schauen sollte.


Nachdem wir uns jetzt heute über Whangerei (Ostküste) bis nach Dargaville (Westküste) vorgearbeitet haben, werden wir jetzt in aller Ruhe weiter bis zum nördlichsten Punkt Neuseelands reisen.

Unterkunft findet man hier übrigens immer sehr gute in einem der zahlreichen Backpacker-Hostels, von denen uns bisher noch keines enttäuscht hat.


Sonnengebräunte Grüße!


(Bilder gibt's sobald ich mal an ne gescheite Internetverbindung komme)

Samstag, 6. Dezember 2008

Welcome to New Zealand!!!

Seit ein paar Stunden ist er Realität geworden: Ich bin in Neuseeland.

Weiter weg von Deutschland kann man eigentlich nicht mehr sein…

Doch alles der Reihe nach: Da Thibaut Donnerstag einiges für sein Studium erledigen musste fuhr ich alleine mit der BART (S-Bahn) nach San Francisco. Neben einer erfolglosen aber interessanten Shoppingtour besuchte ich noch das Museum of Modern Arts. Dank einer wirklich guten Führung konnte ich mich auch wirklich voll auf die Kunst einlassen. Zwar gab es auch hier Bilder die sich mir nicht ganz erschlossen (zwei Farbflecken auf weißem Grund etc.…) aber ansonsten empfand ich das ganze Museum als sehr ansprechend. Der Besuch lohnte auf jeden Fall. Am Abend konnte ich dann eine kleinere Party in Thibauts Verbindungshaus miterleben.

Nachdem wir am Freitag erst einmal ausgeschlafen, ausgiebig in der Kantine gebruncht und Wäsche gewaschen haben, brachte Thibaut mich zur BART-Station. Wir verabschiedeten uns und ich fuhr durch den wunderschönen Sonnenuntergang hinter San Francisco davon (wie kitschig…aber sah trotzdem wunderschön aus) zum Flughafen.

Es war wirklich eine schöne Zeit hier. Ich habe viel erlebt, viel gesehen und hatte eine hammer Zeit mit Thibaut gehabt. Noch einmal vielen vielen Dank dir! Ich hoffe du bekommst deine Mealpoints auch ohne mich weg :-)!

Nach meinem mehr als 11 Stunden dauernden Flug über den Äquator und die Datumsgrenze erreichte ich Auckland. Was mir sofort im Flugzeug auffiel: Die Mitarbeiter von AirNewZealand waren wesentlich freundlicher als die von United Airlines, mit denen ich von Franfurt geflogen bin. Auch alle anderen Kiwis (die Leute nennen sich hier wirklich so! ist keine Beleidigung ;-) ) waren sehr zuvorkommend. Sogar die Grenzbeamten. Die sind wirklich kein Vergleich zur USA-Boardercontrol. Hier wird gelächelt, gefragt wie es einem geht und einfach menschlicher mit einem umgegangen. Da war es auch sehr gut verkraftbar, dass ich meine Wanderschuhe auspacken musste, da der Beamte checken wollte, ob sich daran vielleicht Dreck befindet, der irgendwelche fremden Pflanzensamen o.Ä. in das heimische Ökosystem einschleppen könnte.

Die einzige Ausnahme war der Busfahrer des Shuttle-Busses vom Flughafen in die City. Im Bus habe ich mir dann auch durch irgendeine dumme Bewegung eine leichte Zerrung im linken Knie zugezogen…aber die wird schon wieder verschwinden.

Auckland (dass ich etwa gegen 7 Uhr erreichte) sah gespenstisch leer aus. Hier ist der Sonntag anscheinend noch heilig! Sogar die French Bakery die ich fand (juhu, gutes Frühstück) hatte leider am samstags und sonntags geschlossen :-(. Da blieb mir nur noch der Burger King der gerade öffnete. Anschließend ging es dann mit einem Bus weiter zum Hostel. Das ist wirklich sehr schön, direkt am Rande eines Parks gelegen. In mein Zimmer kann ich zwar leider noch nicht, dafür habe ich gleich einen Kaffee bekommen und sitze jetzt auf der Veranda und kann euch unter Vögel Gezwitscher schreiben. Die Mitbewohner, die ich bis jetzt zu sehen bekam, sahen zwar etwas verpennt aus, sind aber sehr nett und man kommt schnell ins Gespräch. So kam ich nach 3 Stunden in Neuseeland auch schon dazu Französisch zu sprechen, da einer meiner Mitbewohner von der anderen Seite des Rheins stammt.

Da ich hier sonntags offenbar sowieso nichts erledigen kann, werde ich wohl den heutigen Tag ganz ruhig angehen und mich nur etwas umschauen.

Mehr Infos gibt es bald!

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Kommentare

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Fleißig, fleißig…

...so habe ich mich in den letzten Tagen zumindest gegeben, denn ich nutzte die Gelegenheit und besuchte eine Vorlesung nach der anderen. Teilweise war ich mit Thibaut unterwegs, größtenteils aber alleine. Auf der Website der Uni konnte ich mir aus allen Bereichen aussuchen, was mich interessierte und anschließend den ganzen Tag quer über den Campus von Vortrag zu Vortrag schlappen.

Mit dem Englisch lief es übrigens überraschend gut (ha, also wars doch nicht so schlimm Französisch als erste Fremdsprache zu nehmen ;-P ), wenn gleich es auch mit dem flüssigen Sprechen noch nicht so gut klappt. Aber gut - unter anderem deshalb gehe ich schließlich jetzt so lange ins englischsprachige Ausland...

Von einem Erlebnis möchte ich euch noch gerne berichten. Ich besuchte einen relativ kleinen Wirtschaftskurs der sich "Business Communication" nennt. Jeder der Studenten musste gerade einen kleinen Vortrag halten um seine Fähigkeiten zu zeigen und sich der Kritik der Klasse und des Professors zu stellen. Als einer der Studenten derart durch seine Präsentation raste, dass nicht nur ich wenig verstand, sagte der Professor im Anschluss folgendes (sinngemäß übersetzt): "Es ist ganz wichtig, dass ihr langsam redet und Pausen macht, ansonsten interessiert es die Leute nicht, was ihr erzählt". Soweit so - gut aber dann ging's los: "Solltet ihr unter Zeitdruck stehen und euch die Zeit ausgehen, dann vergesst den Inhalt. Es ist egal was ihr erzählt, die Hauptsache ist, dass ihr eine gute Beziehung zu den Zuhören habt!" ... Soll ich dazu noch was sagen?!?! Eigentlich nur traurig, dass das ein Professor sagt...


Nun gut, aber ansonsten lässt sich wohl gegen diese Uni kaum etwas sagen (höchstens gegen ihre Studiengebühren). Neben dem guten Ruf, den sie weltweit hat, ist hier fast alles sehr gut durchdacht und auch sehr schön anzusehen. Die Bilder, die ihr seht, sind mitten auf dem Campus entstanden. Hier haben sich wohl Generationen von Landschaftsarchitekten sehr viel Mühe gegeben...

Ach das Beste hätte ich ja fast vergessen: Beim Buchen meiner Unterkunft für die ersten Nächte in Neuseeland fiel mir auf, dass ich mich die ganze Zeit geirrt hatte. Ich fliege erst am 5. Dezember nach Neuseeland und komme dort dem entsprechend auch erst am 7. Dezember an. Das ist zum Glück alles nicht so schlimm. So habe ich noch zwei Tage mehr hier und werde wohl am Donnerstag noch eine kleinere Studentenparty miterleben. Ich bin nur froh, dass mir das ganze noch aufgefallen ist. Die Szene am Flughafen wäre sonst wohl sehr lustig geworden.
Nur eine schlechte Nachricht gibt es: Da ich über die Datumsgrenze fliege, wird mir dieses Jahr ein Tag fehlen. Das war mir ja bereits im Vorhinein klar, doch jetzt wird mir bewusst, dass es der 6. Dezember ist! Einfach unglaublich... Vielleicht feier ich dann nächstes Jahr einfach in den Nickolaustag hinein und heraus, um diese himmelsschreiende Ungerechtigkeit irgendwie auszugleichen...

Das Bild ganz oben von Thibaut und mir war übrigens natürlich gestellt. Wer sehen will, wie wir normaler Weise aussehen, sollte in das Fotoalbum schauen. Hier gibt's nämlich neue Bilder!!!

Sonntag, 30. November 2008

If you're going to San Francisco....

... you should have your sunglasses with you...

Die habe ich aber leider daheim vergessen.
An den ersten Tagen hat das aber auch noch nicht viel ausgemacht...

Nach einem elend langen Flug kam ich wohlbehalten am Flughafen San Francisco an. Als ich die üblichen, paranoiden Sicherheits-Checks (Foto, Fingerabdrücke und hartnäckiges Nachfragen zu meiner Person, meinem Gepäck, meiner Reiseziel usw.) hinter mir hatte erwartete mich bereits Thibaut. Gemeinsam fuhren wir dann mit der BART (die lokale S-Bahn) durch San Francisco weiter in den Nordosten nach Berkeley.
Hier konnte ich schon mal einen groben Eindruck von der riesigen University of California at Berkeley (kurz CAL) bekommen, weil wir über den ganzen Campus laufen müssen um zu seinem Wohnheim zu kommen.

Da am Donnerstag Thanks-Giving war, wirkte der Campus aber relativ leer. Nahezu alle amerikanische Studenten sind über das verlängerte Wochenende zu ihren Familien gefahren. Für mich bedeutet das, dass ich (noch) die Annehmlichkeiten eines Bettes genießen kann und sogar einen Studentenausweis habe, da zwei der drei Roommades von Thibaut ausgeflogen sind.

Allerdings kam auch ich in den Genuss eines ausgiebigen Thanks-Giving-Essens, denn Thibauts ehmalige Gastfamilie hatte uns eingeladen. So fuhren wir dann mit BART und Auto etwa 150km Richtung Süden, wo der Truthahn bereits im Ofen auf uns wartete. Es war ein sehr schöner Abend und für mich eine wunderbare Gelegenheit, einmal näher mit Amerikanern in Kontakt zu kommen. Zum Glück bestätigten sich viele der bekannten Vorurteile überhaupt nicht. Dafür fand ich große Gastfreundschaft und Offenheit vor. Ein Beispiel: 2 Minuten nach der Ankunft wurde mir gesagt, dass ich mich immer und frei am Kühlschrank bedienen könnte. Dass ich dennoch immer wieder nachfragte, ob ich mir etwas zu trinken oder ein Stück Käse etc. nehmen dürfte, verwunderte meine Gastgeber. Für sie war es das normalste der Welt, dass ich (den sie seit 10 Minuten kannten) an ihren Kühlschrank geht, sich einen Joghurt holt und sich dazu einen Sprite nimmt...
Wegen der langen Anfahrt übernachteten wir und fuhren erst am nächsten Mittag, nach einem ausgiebigen Frühstück (abnehmen werde ich hier bestimmt nicht ;-) ), nach Berkeley zurück.

Hier führte mich Thibaut ersteinmal etwas mehr herum und zeigte mir einige Unigebäude sowie einen Teil der Stadt Berkeley, wobei der Übergang oft fließend ist. Überhaupt ist die ganze Stadt total auf die Uni fixiert. Überall erhält man als Berkeley-Student Rabatt. Es hängen CAL-Flaggen in jedem Laden und jeder zweite den man trifft trägt ein CAL-Shirt, -Pulli oder sonst einen Fanartikel. Neben Liedern und den Verbindungen gehört auch die Rivalität mit Standford zu den alten Traditionen. Wer hier Rot trägt (die Farbe Stanfords), muss sich schon mal komische Blicke oder Sprüche gefallen lassen.

Doch zurück zu meiner Sonnenbrille: Nach den eher etwas trüben Tagen kam heute richtig die Sonne raus. Somit war unser Trip in die berühmte City of San Francisco perfekt getimed.
Was mir sofort auffiel war, wie hügelig die Stadt zum Großteil ist. Die extremen Steigungen wären für eine normale Straßenbahn wohl zu viel, deshalbt gibt es in den steilen Straßen die berühmten Cabelcars, mit denen wir auch gefahren sind. Neben ein bisschen Sightseeing konnte ich mich in einer riesien Shopping-Mall dann noch davon überzeugen, dass trotz der Wirtschaftskrise noch ordentlich konsumiert wird.

Wer sich gerne einige der Bilder anschauen will, die ich hier bis jetzt gemacht habe, kann das hier tun.

Zum Abschluss noch etwas für alle, die auf weise Weihnachten hoffen: Auch hier gibt es Weihnachtsbäume mit Kugeln und Sternen dran. Nur stehen sie öfters zwischen Palmen....

P.S.: Grüße an alle von meinem freundlichen Gastgeber Thibaut.

Sonntag, 23. November 2008

ÜBERRASCHUNGSPARTY!!!


ja, da guckste!

Dank Sasi, Philipp, Pasi, Moritz und der vielen anderen die tatkräftig mitgeholfen haben, hatte ich am Samstag Abend eine hammer Abschiedsparty. Vielen vielen Dank euch!!!!
Ich hoffe es hat allen, die da waren, gefallen. Es war klasse euch nochmal alle zu sehen! Ich kam auf jeden Fall auf meine Kosten! ;-)
Vielen Dank auch an alle, die mit ihren Köstlichkeiten das Buffet ermöglichten! Von der Backmischung bis zu Omas guten alten Backspezialitäten - alles war ein Gaumenschmaus :-D
Zur allgemeinen Erheiterung stelle ich hier auch noch ein paar Party-Pics rein. Ich bitte euch auch, dass ihr mir eure Bilder schickt, solltet ihr welche gemacht haben. Mailt sie mir bitte anandy.reinhardt@googlemail.com. Ich freue mich schon wieder darauf mit euch allen das nächste Fest zu feiern!!!!

Montag, 17. November 2008

gäääääääääääähnende Leere

Hallo ihr, die ihr bereits jetzt mal auf meinem Blog vorbeischaut!

Ich finde es toll, dass ihr euch für mich und meine Reise interessiert. Bis jetzt sitzte ich aber noch in good old Germany. Deshalb steht hier auch noch nicht viel. Aber keine Sorge, dass wird sich ändern. In spätestens 2 Wochen gibts die ersten Bilder und Texte aus Kalifornien.....