Mittlerweile fühle ich mich wirklich nicht mehr so fremd in Neuseeland. Dieses Land hat die Eigenschaft, einen unglaublich schnell aufzunehmen und zu integrieren. Natürlich fühle ich mich noch wie ein Tourist, aber irgendwie mit einer anderen Mentalität. So fällt es mir hier z.B. unglaublich leicht, mit jedem zweiten dem ich begegne ein kleines Schwätzchen anzufangen. Dabei erhält man meistens auch wirklich sehr interessanten Infos.
Aber gut, nun zu „Was bisher geschah…“
Ein paar Stunden nach meiner Ankunft, hatte ich bereits guten Kontakt zu einigen meiner Hostel-Mitbewohner. Da hier alle fremd sind und ein gewisses Wagnis eingehen, sind auch alle unglaublich aufgeschlossen und jeder hilft dem anderen, wo er kann. Generell herrschte in unserem Hostel, dem „Verandahs“, einfach eine unglaublich freundliche Atmosphäre. Ich bin wirklich unglaublich froh, nicht in einem der anonymen, riesigen Hostels mitten in der City gelandet zu sein. Die 10 Minuten Fußweg, nahm ich dafür gerne in Kauf.
Am Sonntag war ich deshalb gleich mit Svende (Kielerin) und Tom (Engländer aus der Nähe von Birmingham) auf einer kleinen Schifffahrt und in der Innenstadt unterwegs.
In den nächsten Tagen standen dann Dinge an wie z.B. eine Steuernummmer beantragen, ein Bankkonto eröffnen und einige Sachen zu besorgen.
Dabei kam aber zum Glück auch der Spaß nicht zu kurz. Wir Backpacker waren auch gerne mal etwas trinken oder sind auch einmal an einen nahe gelegenen Strand gefahren.
Gemeinsam machten wir uns auf die Suche nach einem Auto und wurden nach einigem Suchen auch fündig. So kaufte sich Svende dann am Mittwoch einen Nissan, Baujahr 94, für unglaubliche 900 NZ$, also etwa 400€, mit dem wir dann am Sonntag endlich Auckland verlassen konnten.
An dieser Stelle eine kurze Anmerkung: Unglaublich, wie unbürokratisch und schnell hier alles geht. Ob Steuernummer oder Kfz-Ummeldung. Alles war nach ein paar Stunden oder gar Minuten erledigt. Das wir keine feste Adresse in Neuseeland vorweisen können, erschwerte das ganze auch kaum. Ein hoch auf die Kiwi-Bürokratie!
Um aber nicht nur zu loben: Was mich hier wirklich stört, ist die mangelhafte Anbindung ans Internet. Ich wurde da zwar auch durch Kalifornien verwöhnt, aber trotzdem ist das in Neuseeland schon nervig. Die Internetverbindungen hier sind teuer, langsam und nicht einfach zu erreichen – selbst in Auckland… Deswegen werde ich wahrscheinlich auch mein Skype-Abo kuendigen.
Aber gut - genug geschimpft:
Seit Donnerstag sind nun Svende, Tom, Per (Hamburger) und ich Richtung Norden unterwegs. Wir alle waren froh, aus dem doch recht stressigen und hektischen Auckland heraus zu sein und genossen erst einmal die ländliche Ruhe. Neben mehreren Strandbesuchen (einfach nur hammer!!! Schaut euch die Bilder an!!!) waren wir auch auf einer kleineren Wanderung auf einem Küstenweg und in einer Höhle, in der man einige Glühwürmchen beobachten konnte.
Ziemlich verwirrend ist für mich der Linksverkehr, auch wenn ich bis jetzt noch nicht Auto gefahren bin. Trotzdem muss man sich bei jeder Straßenüberquerung genau überlegen, auf welche Seite man schauen sollte.
Nachdem wir uns jetzt heute über Whangerei (Ostküste) bis nach Dargaville (Westküste) vorgearbeitet haben, werden wir jetzt in aller Ruhe weiter bis zum nördlichsten Punkt Neuseelands reisen.
Unterkunft findet man hier übrigens immer sehr gute in einem der zahlreichen Backpacker-Hostels, von denen uns bisher noch keines enttäuscht hat.
Sonnengebräunte Grüße!
(Bilder gibt's sobald ich mal an ne gescheite Internetverbindung komme)
3 Kommentare:
Hey Andy,
ich sitze hier gerade mit riesigem Fernweh im Geschäft und schaue mir deine Bilder an - wow!
Ich komm dich besuchen *g*
Neuseeland sind wirklich wunderschön aus und ich finds toll, dass du schon so viele Kontakte knüpfen konntest!
Hast du dir schon überlegt, wie du Weihnachten verbringen magst?
bussi
*gg* jaja da kann man schon neidisch werden ;-)
werde weihnachten in nem hostel an der ostküste nördlich von auckland verbringen. mal schauen wie das wird...
frohes arbeiten noch!
zurück-bussi
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