Egal der nächste wird besser. Ein Blick nach unten: Schon ein gutes Stück geschafft! Ein Blick nach oben: Will dieser Berg denn nie aufgeben? Aufgeben? Vielleicht sollte ich aufgeben? Nein! Ich will dort oben sein!Dann dieses Gefühl es geschafft zu haben. Ihn bezwungen zu haben. Ich stehe auf seinem Rand, dem Rand des Mount Ngauruhoe - besser bekannt als der Ort an dem der eine Ring entstanden ist, der Schicksalsberg im Lande Mordor.
Auch wer die Herr der Ringe Filme nicht gesehen hat muss sich von seinem Anblick einfach fesseln lassen! Dieser Berg und die ganze Landschaft, die ihn umgibt, hat einfach etwas Mystisches.
In aller Herrgotts-Frühe werden wir von dem Bus eines Tourenveranstalters abgeholt, der alle möglichen Tracks im Tangariro Nationalpark anbietet. Dieser bringt uns zum Nordende des „Tongariro Alpine Crossing“.
Obwohl sehr viele Menschen unterwegs sind, fühlt man sich doch irgendwie alleine in dieser seltsam anmutenden Landschaft, die eher an den Mond als an das Zentrum eines der fruchtbarsten Länder dieser Welt erinnert.
Nach ein paar Kilometern geht es nach rechts zu einem Seitentrack, der Besteigung des Mount Ngauruhoe. Der Aufstieg auf 2291 Meter bringt mich (wie in der Einleitung angedeutet) an meine Grenzen, doch das Gefühl und die Aussicht als ich endlich den Gipfel erreiche entschädigen mehr als ausreichend. Ich hoffe die Bilder können davon zumindest einen Eindruck vermitteln!
Es ist eine karge Vulkanlandschaft, durch die der Weg sich schlängelt. Überall riecht man Schwefel und öfters dampft es aus der Erde. Alles sieht einfach lebensfeindlich aus. Und dennoch: Diese Landschaft hat etwas Anziehendes!
Nach gut 8 Stunden Wanderung erreicht man das südliche Ende des Weges. Nach kurzer Wartezeit bringt uns der Bus wieder zurück in die Wirklichkeit, hinaus aus diesem einzigartigen und beeindruckenden Flecken Land südlich des Lake Taupo.
Für alle, die den oberen sentimentalen Teil übersprungen haben: Ich war auf einer hammer Wanderung - und jetzt lest euch das oben durch!
Wie ihr merkt, bin ich noch nicht wieder ganz zurück. Aber dennoch möchte ich euch natürlich erzählen, was ich sonst noch erlebt habe, seit dem ich Auckland verlassen habe.
Eigentlich wollten Anna und ich direkt nach Reglan trampen, ein Ort etwa 100 km südlich, der als einer der beliebtesten Surferstädte des Landes gilt. Leider mussten wir feststellen, dass es mit dem Trampen in der Großstadt Auckland wohl nicht ganz so einfach läuft. Deshalb nahmen wir einen späten Bus nach Hamilton, das etwas östlich von Reglan liegt, um hier eine Nacht zu verbringen und anschließend nach Reglan zu reisen.
Das Hostel und die freundliche, südafrikanische Mutter und Tochter, die dieses Hostel betreiben gefielen uns aber so gut, dass wir schnell entschlossen waren hier noch eine weitere Nacht zu verbringen. Die Überraschung des Tages war allerdings, dass ich in diesem Hostel Per wieder traf, mit dem ich tagelang durch das Northland gereist war! Dieses Land ist einfach klein! Früher oder später trifft man hier jeden wieder.
Aber ich hatte euch ja letztes Mal weitere nette Menschen versprochen. Abgesehen von den bereits erwähnten wäre auf jeden Fall Bea zu nennen, eine schweizerische Lehrerin, die uns in ihrem Auto in die wunderschönen Hamilton Gardens mitnahm.
Hier konnte man Gartenkunst aus vielen Ländern dieser Welt bestaunen und genießen (Schaut euch am besten die Bilder an).
Während unsere großen Rucksäcke eine Nacht im Keller des Hostels in Hamilton verbringen durften, machten Anna, Per und ich uns am nächsten Tag mit leichtem Gepäck und dem Bus nach Reglan auf, von wo wir noch einige Kilometer zum Strand trampten. Wir mieteten uns 2 Surfboards samt Neoprenanzug, da das Wasser auf Dauer doch relativ kalt war. Anna, die in Australien schon öfters Surfen war, konnte uns einige Tipps geben und so hatten wir einfach einen riesen Spaß!
Ein unglaubliches Gefühl, wenn man sich im richtigen Moment auf sein Brett schwingt und eine Welle reitet! Man spürt aber auch welche Energie in so einer Welle steckt, wenn man mal wieder von seinem Brett fällt und sie über einen hinwegrollt ohne dass man sich ihr irgendwie widersetzen könnte. Und vor allem spürt man am Abend, wie anstrengend surfen ist!
Wir waren deshalb heilfroh, dass unser Hostel nur einige Minuten zu Fuß vom Strand entfernt war. Die Besitzer hatten alte Eisenbahnwagons aufgestellt, in die Betten eingebaut worden waren - wirklich eine gute Idee!
Am nächsten Tag unternahmen wir eine Wanderung auf einen nahe gelegenen Berg von dem aus man eine grandiose Aussicht auf Reglan, das Meer und die Umgebung hatte.
Abends konnten wir uns dann wieder in unserem Lieblings-Hostel in Hamilton von den Strapazen erholen.
Weiter ging es für uns drei mal wieder mit richtig netten Leuten: Erst haben uns morgens einige freundliche Kiwis mit nach Rotorua genommen, anschließend trafen wir zwei sehr freundliche Nicht-Kiwis: Pasi Roth, der gerade seine 11. Klasse in Neuseeland hinter sich bringt, wurde über Weihnachte
n und Silvester von seiner Mutter und seinen Geschwistern besucht. Denise und Marcel waren schon einige Tage zuvor zurückgeflogen und die beiden verbliebenen Roths nun quer durchs Land unterwegs. Der Zufall wollte es, dass sie an eben jenem Tag ebenfalls in Rotorua waren. Die beiden nahmen uns dann in ihrem Mietwagen mit nach Taupo, aber die Nettigkeit ging sogar noch weiter! Frau Roth lud uns am Abend richtig lecker zum Essen ein. Eine willkommene Abwechslung für uns, einmal nicht selbst kochen zu müssen und dann auch noch so leckeren Fisch zu bekommen :-)! Anschließend erfrischten wir uns noch bei einem gemeinsamen Bad im wunderschönen Lake Taupo, der schon fast Bodensee-Feeling versprüht.
Den Tag vor der großen Wanderung verbrachten wir dann relaxt am Strand und in der Stadt.
Nachdem wir mit leichtem Muskelkater aufgewacht sind, verließ uns Anna heute um nach Wellington zu trampen. Per und ich faulenzen und nutzen die Zeit um Mal wieder Anschluss ans World Wide Web zu finden.
Ach und die wichtigste Neuigkeit hätte ich ja fast vergessen: Mit dem Faulenzen ist es bei mir vorerst vorbei. Ich habe mir nämlich einen WWOOFing-Platz organisiert. WWOOF steht für Willing Workers On Organic Farms und meint, dass man einige Stunden am Tag auf einer Biofarm o.Ä. arbeitet und dafür freie Unterkunft und Verpflegung erhält. Nach einigen erfolglosen Anrufen habe ich gestern schließlich eine frei Stelle in einer Art Ferienanlage in Marton (etwa auf halber Strecker von Taupo nach Wellington) gefunden. Morgen werde ich dort anfangen. Ich bin gespannt, was mich dort erwartet und freue mich darauf mal wieder etwas zu arbeiten (So komisch das klingt ;-) ). Vor allem verspreche ich mir davon, dort etwas zur Ruhe zu kommen, da ich länger an einem Ort sein werde und nicht ständig irgendwelche Ausflüge unternehme oder sonstiges Programm habe – so schön es natürlich die letzten Wochen war!
Bald werde ich euch genaueres berichten können! Also bis dahin!
Endlich gibt's auch neue Bilder. Alle Bilderalben findet ihr übrigens auf der rechten Seite verlinkt.
Auch wer die Herr der Ringe Filme nicht gesehen hat muss sich von seinem Anblick einfach fesseln lassen! Dieser Berg und die ganze Landschaft, die ihn umgibt, hat einfach etwas Mystisches.

In aller Herrgotts-Frühe werden wir von dem Bus eines Tourenveranstalters abgeholt, der alle möglichen Tracks im Tangariro Nationalpark anbietet. Dieser bringt uns zum Nordende des „Tongariro Alpine Crossing“.
Obwohl sehr viele Menschen unterwegs sind, fühlt man sich doch irgendwie alleine in dieser seltsam anmutenden Landschaft, die eher an den Mond als an das Zentrum eines der fruchtbarsten Länder dieser Welt erinnert.Nach ein paar Kilometern geht es nach rechts zu einem Seitentrack, der Besteigung des Mount Ngauruhoe. Der Aufstieg auf 2291 Meter bringt mich (wie in der Einleitung angedeutet) an meine Grenzen, doch das Gefühl und die Aussicht als ich endlich den Gipfel erreiche entschädigen mehr als ausreichend. Ich hoffe die Bilder können davon zumindest einen Eindruck vermitteln!
Es ist eine karge Vulkanlandschaft, durch die der Weg sich schlängelt. Überall riecht man Schwefel und öfters dampft es aus der Erde. Alles sieht einfach lebensfeindlich aus. Und dennoch: Diese Landschaft hat etwas Anziehendes!
Nach gut 8 Stunden Wanderung erreicht man das südliche Ende des Weges. Nach kurzer Wartezeit bringt uns der Bus wieder zurück in die Wirklichkeit, hinaus aus diesem einzigartigen und beeindruckenden Flecken Land südlich des Lake Taupo.
Für alle, die den oberen sentimentalen Teil übersprungen haben: Ich war auf einer hammer Wanderung - und jetzt lest euch das oben durch!
Wie ihr merkt, bin ich noch nicht wieder ganz zurück. Aber dennoch möchte ich euch natürlich erzählen, was ich sonst noch erlebt habe, seit dem ich Auckland verlassen habe.
Eigentlich wollten Anna und ich direkt nach Reglan trampen, ein Ort etwa 100 km südlich, der als einer der beliebtesten Surferstädte des Landes gilt. Leider mussten wir feststellen, dass es mit dem Trampen in der Großstadt Auckland wohl nicht ganz so einfach läuft. Deshalb nahmen wir einen späten Bus nach Hamilton, das etwas östlich von Reglan liegt, um hier eine Nacht zu verbringen und anschließend nach Reglan zu reisen.
Das Hostel und die freundliche, südafrikanische Mutter und Tochter, die dieses Hostel betreiben gefielen uns aber so gut, dass wir schnell entschlossen waren hier noch eine weitere Nacht zu verbringen. Die Überraschung des Tages war allerdings, dass ich in diesem Hostel Per wieder traf, mit dem ich tagelang durch das Northland gereist war! Dieses Land ist einfach klein! Früher oder später trifft man hier jeden wieder.
Aber ich hatte euch ja letztes Mal weitere nette Menschen versprochen. Abgesehen von den bereits erwähnten wäre auf jeden Fall Bea zu nennen, eine schweizerische Lehrerin, die uns in ihrem Auto in die wunderschönen Hamilton Gardens mitnahm.
Hier konnte man Gartenkunst aus vielen Ländern dieser Welt bestaunen und genießen (Schaut euch am besten die Bilder an).Während unsere großen Rucksäcke eine Nacht im Keller des Hostels in Hamilton verbringen durften, machten Anna, Per und ich uns am nächsten Tag mit leichtem Gepäck und dem Bus nach Reglan auf, von wo wir noch einige Kilometer zum Strand trampten. Wir mieteten uns 2 Surfboards samt Neoprenanzug, da das Wasser auf Dauer doch relativ kalt war. Anna, die in Australien schon öfters Surfen war, konnte uns einige Tipps geben und so hatten wir einfach einen riesen Spaß!
Ein unglaubliches Gefühl, wenn man sich im richtigen Moment auf sein Brett schwingt und eine Welle reitet! Man spürt aber auch welche Energie in so einer Welle steckt, wenn man mal wieder von seinem Brett fällt und sie über einen hinwegrollt ohne dass man sich ihr irgendwie widersetzen könnte. Und vor allem spürt man am Abend, wie anstrengend surfen ist!Wir waren deshalb heilfroh, dass unser Hostel nur einige Minuten zu Fuß vom Strand entfernt war. Die Besitzer hatten alte Eisenbahnwagons aufgestellt, in die Betten eingebaut worden waren - wirklich eine gute Idee!
Am nächsten Tag unternahmen wir eine Wanderung auf einen nahe gelegenen Berg von dem aus man eine grandiose Aussicht auf Reglan, das Meer und die Umgebung hatte.
Abends konnten wir uns dann wieder in unserem Lieblings-Hostel in Hamilton von den Strapazen erholen.
Weiter ging es für uns drei mal wieder mit richtig netten Leuten: Erst haben uns morgens einige freundliche Kiwis mit nach Rotorua genommen, anschließend trafen wir zwei sehr freundliche Nicht-Kiwis: Pasi Roth, der gerade seine 11. Klasse in Neuseeland hinter sich bringt, wurde über Weihnachte
n und Silvester von seiner Mutter und seinen Geschwistern besucht. Denise und Marcel waren schon einige Tage zuvor zurückgeflogen und die beiden verbliebenen Roths nun quer durchs Land unterwegs. Der Zufall wollte es, dass sie an eben jenem Tag ebenfalls in Rotorua waren. Die beiden nahmen uns dann in ihrem Mietwagen mit nach Taupo, aber die Nettigkeit ging sogar noch weiter! Frau Roth lud uns am Abend richtig lecker zum Essen ein. Eine willkommene Abwechslung für uns, einmal nicht selbst kochen zu müssen und dann auch noch so leckeren Fisch zu bekommen :-)! Anschließend erfrischten wir uns noch bei einem gemeinsamen Bad im wunderschönen Lake Taupo, der schon fast Bodensee-Feeling versprüht.Den Tag vor der großen Wanderung verbrachten wir dann relaxt am Strand und in der Stadt.
Nachdem wir mit leichtem Muskelkater aufgewacht sind, verließ uns Anna heute um nach Wellington zu trampen. Per und ich faulenzen und nutzen die Zeit um Mal wieder Anschluss ans World Wide Web zu finden.
Ach und die wichtigste Neuigkeit hätte ich ja fast vergessen: Mit dem Faulenzen ist es bei mir vorerst vorbei. Ich habe mir nämlich einen WWOOFing-Platz organisiert. WWOOF steht für Willing Workers On Organic Farms und meint, dass man einige Stunden am Tag auf einer Biofarm o.Ä. arbeitet und dafür freie Unterkunft und Verpflegung erhält. Nach einigen erfolglosen Anrufen habe ich gestern schließlich eine frei Stelle in einer Art Ferienanlage in Marton (etwa auf halber Strecker von Taupo nach Wellington) gefunden. Morgen werde ich dort anfangen. Ich bin gespannt, was mich dort erwartet und freue mich darauf mal wieder etwas zu arbeiten (So komisch das klingt ;-) ). Vor allem verspreche ich mir davon, dort etwas zur Ruhe zu kommen, da ich länger an einem Ort sein werde und nicht ständig irgendwelche Ausflüge unternehme oder sonstiges Programm habe – so schön es natürlich die letzten Wochen war!
Bald werde ich euch genaueres berichten können! Also bis dahin!
Endlich gibt's auch neue Bilder. Alle Bilderalben findet ihr übrigens auf der rechten Seite verlinkt.
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