ja ihr lest richtig. Mich hat das Fernweh gepackt!
Wie ich das in Neuseeland geschafft habe? Ich war einfach eine halbe Ewigkeit am selben Fleck: Blenheim.
Aber halt, ich muss euch noch einiges vorneweg erzählen.
Z.B. von Samstagabend, als Steffen, Sven und ich uns zusammen mit einigen anderen Backpackern ins Nachtleben von Blenheim stürzten. Als die Stimmung gegen 3 Uhr morgens jedoch gerade am besten war, schloss der Club, in den wir uns verlaufen hatten. Im allgemeinen Geplänkel am Eingang lernten wir dafür dann unsere Rettung kennen: Die Managerin und eine Bedienung aus einer nahe gelegenen Bar, dem „Dolce“. Spontan, wie das Leben hier eben ist, wurden wir doch wirklich auf ein paar Drinks in das (seit mindestens 3 Stunden geschlossene) Dolce eingeladen! Doch jetzt kommt das Beste: Die (sehr gut ausgestattete) Bar führte doch tatsächlich Hefeweizen! Zwar war es ein neuseeländisches, das nicht ganz mit Erdinger und Co mithalten kann – aber hey! Hefeweizen! :-)
Nach so einer erlebnis- reichen Nacht, war uns natürlich erst einmal nach Ruhe zu Mute. Deswegen unternahmen Sven, Steffen und ich am Sonntag nur einen kleinen, aber dafür unglaublich ergebnislosen Angelausflug. Außer Tonnenweise Seetang hatten wir nicht viel am Haken. Na ja, zumindest die Landschaft war schön.
Die nächsten fünf Tage rackerte ich dann wieder auf den Weinfeldern: Auf dem Programm stand weiterhin Fruit-Thinning (Weinrispen herausschneiden) und Netting (die Weinreben zum Schutz vor Vögeln mit Netzen überziehen). Zunehmend gab mir mein Körper aber zu verstehen, dass diese Arbeit nicht das Richtige für mich ist. Starke Rückenschmerzen und Entzündungen an den Händen durch die Säure im Fruchtsaft begünstigten mein Fernweh ungemein.
Am Sonntag war es dann soweit. Ich verabschiedete mich von all den Leuten in meinem Hostel, die ich in der Zeit hier in Blenheim wirklich lieb gewonnen hatte, und machte mich auf gen Westen nach Nelson.
Dieses Mal musste ich übrigens ungewöhnlich lange (etwa 1,5 Stunden) beim Trampen warten. Der Typ, der mich dann mitgenommen hat, war dann auch der erste, der bis jetzt Geld von mir wollte. Dafür fuhr er aber auch richtig schlecht Auto…und konnte kaum Englisch, obwohl er wohl schon seit Jahren in Neuseeland lebt.
Zur Beruhigung nach dieser sehr „abenteuer- lichen“ Autofahrt, verabredete ich mich mit Steffen und Sven (die schon einige Tage in Nelson waren) zum Fischen. In altbewährter Tradition fingen wir natürlich nichts, verloren dafür aber zwei Haken.
Da ich mich offensichtlich als Fischer nicht in Neuseeland durchschlagen könnte, dachte ich mir, es wäre keine schlechte Idee, in Nelson nach Arbeit zu schauen. Gerne hätte ich in einem der vielen Cafés, Restaurant oder einer Bar gearbeitet. Leider stellte sich dass aber als schwieriger als gedacht heraus. Denn obwohl ich in den nächsten zwei Tagen das ganze Stadtzentrum abklapperte und viele Lebensläufe verteilte habe ich bis heute noch keine Rückmeldung erhalten. Die Wartezeit habe ich übrigens teilweise mit weiteren erfolglosen Angelversuchen verbracht.
Derart bestätigt in meiner Ansicht, dass es mit dem Lebens- unterhalt als Fischer eher schlecht aussieht beschloss ich einfach mein Geld mit Biertrinken zu verdienen.
Nein natürlich nicht! An dem Abend an dieses Bild entstand habe ich nur zwei gute alte Freunde getroffen: Die beiden Kieler-Jungs Lukas und Jonas, die ich das letzte Mal in Auckland gesehen habe. Bei all den Erzählungen, lustigen Geschichten und peinlichen Erlebnissen musste dann natürlich auch das ein oder andere Bierchen sein…
Aber vom Biertrinken alleine werden ja bekanntlich auch keine Probleme gelöst. Deswegen habe ich mich hinter das Telefon geklemmt und viele der eingetragen WWOOFing-Hosts (zur Erinnerung: Willing Workers On Organic Farms) in der Gegend um Nelson angerufen. Schließlich hatte ich Glück bei einer Familie, die Hilfe um und an ihrem Haus sucht und außerdem noch zwei Kinder hat, die betreut werden wollen. Sowohl sie als auch er machten am Telefon einen sehr netten Eindruck und anscheinend habe auch ich ihnen zugesagt. So werde ich wohl Mitte nächster Woche Arbeit, Unterkunft, Verpflegung und hoffentlich sehr nette Menschen in Motueka, einige Kilometer westlich von Nelson, vorfinden.
Bis dahin werde ich noch einige
Nächte in meinem brandneuen Zelt verbringen und vielleicht sogar den ein oder anderen Angelversuch starten.
Spezielle Grüße übrigens außerdem noch an dieser Stelle an meine liebe Mutter: Ich kann jetzt den ultimativen Beweis erbringen, dass ich fähig bin auf mich selbst aufzupassen: Ich habe einen Hosenknopf angenäht! Und der hält schon ganze zwei Tage! (wann ich die Hose das letzte Mal gewaschen habe verschweige ich lieber ;-) )
Gerne würde ich meinen Bericht jetzt beschließen mit einem Bild des sooooooo großen Fisches, den ich heute noch aus dem Meer gezogen habe. Da das leider nicht geht, ich aber gerne noch alle bestrafen will, die gerade gelacht haben bezüglich des Fisches, gibt es jetzt einfach noch einen traumhaften Sonnenuntergang :-)

Wie ich das in Neuseeland geschafft habe? Ich war einfach eine halbe Ewigkeit am selben Fleck: Blenheim.
Aber halt, ich muss euch noch einiges vorneweg erzählen.
Z.B. von Samstagabend, als Steffen, Sven und ich uns zusammen mit einigen anderen Backpackern ins Nachtleben von Blenheim stürzten. Als die Stimmung gegen 3 Uhr morgens jedoch gerade am besten war, schloss der Club, in den wir uns verlaufen hatten. Im allgemeinen Geplänkel am Eingang lernten wir dafür dann unsere Rettung kennen: Die Managerin und eine Bedienung aus einer nahe gelegenen Bar, dem „Dolce“. Spontan, wie das Leben hier eben ist, wurden wir doch wirklich auf ein paar Drinks in das (seit mindestens 3 Stunden geschlossene) Dolce eingeladen! Doch jetzt kommt das Beste: Die (sehr gut ausgestattete) Bar führte doch tatsächlich Hefeweizen! Zwar war es ein neuseeländisches, das nicht ganz mit Erdinger und Co mithalten kann – aber hey! Hefeweizen! :-)
Nach so einer erlebnis- reichen Nacht, war uns natürlich erst einmal nach Ruhe zu Mute. Deswegen unternahmen Sven, Steffen und ich am Sonntag nur einen kleinen, aber dafür unglaublich ergebnislosen Angelausflug. Außer Tonnenweise Seetang hatten wir nicht viel am Haken. Na ja, zumindest die Landschaft war schön.Die nächsten fünf Tage rackerte ich dann wieder auf den Weinfeldern: Auf dem Programm stand weiterhin Fruit-Thinning (Weinrispen herausschneiden) und Netting (die Weinreben zum Schutz vor Vögeln mit Netzen überziehen). Zunehmend gab mir mein Körper aber zu verstehen, dass diese Arbeit nicht das Richtige für mich ist. Starke Rückenschmerzen und Entzündungen an den Händen durch die Säure im Fruchtsaft begünstigten mein Fernweh ungemein.
Am Sonntag war es dann soweit. Ich verabschiedete mich von all den Leuten in meinem Hostel, die ich in der Zeit hier in Blenheim wirklich lieb gewonnen hatte, und machte mich auf gen Westen nach Nelson.
Dieses Mal musste ich übrigens ungewöhnlich lange (etwa 1,5 Stunden) beim Trampen warten. Der Typ, der mich dann mitgenommen hat, war dann auch der erste, der bis jetzt Geld von mir wollte. Dafür fuhr er aber auch richtig schlecht Auto…und konnte kaum Englisch, obwohl er wohl schon seit Jahren in Neuseeland lebt.
Zur Beruhigung nach dieser sehr „abenteuer- lichen“ Autofahrt, verabredete ich mich mit Steffen und Sven (die schon einige Tage in Nelson waren) zum Fischen. In altbewährter Tradition fingen wir natürlich nichts, verloren dafür aber zwei Haken.Da ich mich offensichtlich als Fischer nicht in Neuseeland durchschlagen könnte, dachte ich mir, es wäre keine schlechte Idee, in Nelson nach Arbeit zu schauen. Gerne hätte ich in einem der vielen Cafés, Restaurant oder einer Bar gearbeitet. Leider stellte sich dass aber als schwieriger als gedacht heraus. Denn obwohl ich in den nächsten zwei Tagen das ganze Stadtzentrum abklapperte und viele Lebensläufe verteilte habe ich bis heute noch keine Rückmeldung erhalten. Die Wartezeit habe ich übrigens teilweise mit weiteren erfolglosen Angelversuchen verbracht.
Derart bestätigt in meiner Ansicht, dass es mit dem Lebens- unterhalt als Fischer eher schlecht aussieht beschloss ich einfach mein Geld mit Biertrinken zu verdienen.Nein natürlich nicht! An dem Abend an dieses Bild entstand habe ich nur zwei gute alte Freunde getroffen: Die beiden Kieler-Jungs Lukas und Jonas, die ich das letzte Mal in Auckland gesehen habe. Bei all den Erzählungen, lustigen Geschichten und peinlichen Erlebnissen musste dann natürlich auch das ein oder andere Bierchen sein…
Aber vom Biertrinken alleine werden ja bekanntlich auch keine Probleme gelöst. Deswegen habe ich mich hinter das Telefon geklemmt und viele der eingetragen WWOOFing-Hosts (zur Erinnerung: Willing Workers On Organic Farms) in der Gegend um Nelson angerufen. Schließlich hatte ich Glück bei einer Familie, die Hilfe um und an ihrem Haus sucht und außerdem noch zwei Kinder hat, die betreut werden wollen. Sowohl sie als auch er machten am Telefon einen sehr netten Eindruck und anscheinend habe auch ich ihnen zugesagt. So werde ich wohl Mitte nächster Woche Arbeit, Unterkunft, Verpflegung und hoffentlich sehr nette Menschen in Motueka, einige Kilometer westlich von Nelson, vorfinden.
Bis dahin werde ich noch einige
Nächte in meinem brandneuen Zelt verbringen und vielleicht sogar den ein oder anderen Angelversuch starten.Spezielle Grüße übrigens außerdem noch an dieser Stelle an meine liebe Mutter: Ich kann jetzt den ultimativen Beweis erbringen, dass ich fähig bin auf mich selbst aufzupassen: Ich habe einen Hosenknopf angenäht! Und der hält schon ganze zwei Tage! (wann ich die Hose das letzte Mal gewaschen habe verschweige ich lieber ;-) )
Gerne würde ich meinen Bericht jetzt beschließen mit einem Bild des sooooooo großen Fisches, den ich heute noch aus dem Meer gezogen habe. Da das leider nicht geht, ich aber gerne noch alle bestrafen will, die gerade gelacht haben bezüglich des Fisches, gibt es jetzt einfach noch einen traumhaften Sonnenuntergang :-)

3 Kommentare:
Hey alter Seemann!
Du weisst doch:
"Juut Ding will Weile habn"
Schön, dass Du da unten so viel Spaß hast. Das wäre eine super Alternative zu meinem momentanen Lernalltag. Genieß die Zeit, lass es Dir gut gehen und alles Gute für Deine nächsten Jobs und Trampmöglichkeiten.
Mach weiter so mit Deinem Blog! Der ist super, ich schau des öfteren vorbei und auch die Karte mit Deinen Stationen ist sehr gut!
Grüße ausm kalten, im Schneematsch versinkenden Leinfelden =(
Aber dafür haben wir hier richtig leckeres Bier ;-D
Steffen W.
Andy mensch du hast ja doch ein zelt jetzt, ich beglückwünsche dich dass du dich entscheiden konntest ! ach und das mit dem knopf ist ja toll, ich bin stolz auf dich, du bist ein großer junge ! liebe liebe liebe grüße deine anna
hey steffen!
schön von dir zu hören! und noch schöner zu sehen, dass du meinen blog liest :-) !
schreibe mir doch mal deine email adresse, oder schicke mir einfach ne email. würde dir gerne was zurückschreiben, und das geht da einfach besser ;-)
schöne grüße
andy
p.s.: eins (oder auch mehr) von den leckeren bieren gehen wir dann trinken wenn ich wieder da bin, abgemacht?
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