Drei Wochen für die gesamte Südinsel, mehr gaben Markus Osterferien nun einmal nicht her. Wenn man aber nun einmal schon die vielen Flugstunden auf sich genommen hat, will man aber natürlich auch etwas sehen. Außerdem war es zu zweit und mit Mietwagen eine ungewohnt bequeme Art und Weise für mich, Neuseeland zu erkunden. Die Konsequenz waren hunderte von Kilometern, die wir mit unserem kleinen Flitzer herunterratterten.
Zunächst ging’s weiter in die tiefen Untiefen des Tiefen Südens (war echt tief!). Invercargill, die südlichste und zugleich westlichste Stadt Neuseelands ist zwar laut Reiseführer kein Muss für Touristen dennoch wollte ich unbedingt weiter Richtung Süden. Denn nur ein kleines Stück südlich von Invercargill ist das Ende des State Highway Nummer 1, der sich von ganz im Norden der Nordinsel (Cape Reinga) bis hierher erstreckt. Und da ich das Nordende gesehen hatte wollte ich unbedingt auch zum Südende. Im Nachhinein muss ich zwar zugeben, dass es vergeudete Zeit war, aber dafür habe ich nun zumindest dieses Bild!
Zum Ausgleich stand aber als nächstes ein richtiger Touristen- magnet an, der Milford Sound. Dieser bietet zwar eine Fülle von Wanderwegen an, wir waren jedoch etwas unter Zeitdruck geraten und außerdem musste ich mit einer Erkältung kämpfen. Deswegen gönnten wir uns nur eine Bootsfahrt in diesem beeindruckenden Fjord und natürlich viele Fotostopps auf dem Weg dorthin. Doch auch wenn diese Gegend, das so genannte Fjordland, sehr schön ist, hatten wir uns ehrlich gesagt etwas mehr versprochen. Meiner Meinung nach wird einfach zu massiv Werbung dafür gemacht und so falsche Erwartungen geweckt.
Wir konnten übrigens gar nicht genug von einem der typisch neuseeländischen Tiere bekommen, den Sandflies. Diese Biester sind etwa so groß wie Fruchtfliegen und werden daher zunächst von jedem Tourist unterschätzt. Ihre Bisse schmerzen aber und jucken noch für einige Zeit ungemein. Ausgesprochen ausgeklügelt ist außerdem, dass sie sich keine Konkurrenz mit den Moskitos machen. Während man nur tagsüber von einer Sandfly gebissen werden kann, kommen nach Dämmerung die normalen Blutsauger aus ihren Verstecken.
Da diese unangenehmen Zeitgenossen besonders vermehrt an der Westküste vorkommen, dachten wir uns, es wäre doch eine gute Idee, diese als nächstes zu erkunden.
Aber auch sonst hatte diese Gegend einiges zu bieten.
Zunächst wagten wir uns an einen der großen Gletscher, den Franz-Josef-Glacier, heran. Eigentlich wollten wir nur für einige Fotos aus großer Entfernung halten, doch irgendwie wollten wir einfach immer näher und näher an diesen Koloss aus Eis heran. Dabei ließen wir uns auch von einigen Warnschildern nicht aufhalten, Schließlich waren kurz vor uns geführte Besuchertouren unterwegs. Keine Sorge, zu nahe haben wir uns dann aber auch nicht herangewagt.
Auf dem Weg hielten wir
dann noch an einem der wunderschönen Strände der Westküste. Ich denke die Bilder sprechen wieder einmal für sich.
Die Wanderung, die wir im Fjordland leider nicht unternehmen konnten, wollten wir nun im Paparoa National Park an der Westküste nachholen.
Nachdem wir die bekannten Pancake Rocks (Felsformationen an der Küste, die aussehen wie aufeinander gestapelte Pfannkuchen) abfotografiert und uns im lokalen Visitor-Center schlau gemacht hatten, brachen wir auf den „Inland Pack Track“ auf. Dieser schlängelt sich durch das Hinterland an einigen Flüssen entlang durch den Busch nach Norden. An einigen Flüssen „entlang“ stimmt übrigens nicht ganz.
Zum Großenteil ist der Weg schlichtweg der Fluss. Nasse Füße sind also garantiert, denn da man unzählige Male den Fluss durchwaten muss, macht es keinen Sinn die Schuhe ständig an und auszuziehen. Wir waren von der Schönheit der Natur beeindruckt, mussten uns aber etwas sputen nach etwa 7,5 Stunden Wandern noch vor Sonnenuntergang den angepeilten Zeltplatz zu erreichen. Hier waren wir dann auch tatsächlich fast ganz allein. Nur ein nettes Kiwipärchen aus Christchurch verbrachte die Nacht hier mit uns.
Am nächsten Morgen erreichten wir nach gemütlichen zwei Stunden das Ende des Tracks. Unser Plan war es eigentlich, zurück zum Ausgangspunkt zu trampen. Allerdings stoppte leider niemand und der einsetzende Regen verbesserte unsere Lage nicht wirklich. Glück für uns, dass das nette Kiwipärchen Namens Sally und Chris noch einen Umweg auf sich genommen hatten und erst jetzt ankamen. Denn diese hatten durch ihren Sohn organisiert, dass ihr Auto hier für sie bereit stand. Die beiden nahmen uns nicht nur sofort zu unserem Auto mit, sondern luden uns auch noch zu sich nach Christchurch ein.
Zunächst stand aber noch eine andere Einladung an. So durften Markus und ich uns in Motueka bei meinen ehemaligen WWOOFing-Arbeitgebern einnisten. Hier hatten wir nicht nur eine wunderschöne Zeit mit dieser liebenswerten Kiwi-Family, sondern erkundeten auch die sonnenverwöhnte Gegend. Die mächtigen und schönen Pupu Springs (Quellen) waren unser erstes Ziel. Von hier aus fuhren wir an einen der schönsten Strände, die wir jemals gesehen haben. Am Wharariki Beach wagte
ich nicht nur den Sprung in die Wellen sondern wir sahen auch noch einige Robben, die alles andere als ängstlich waren. Sie spielten mit den Menschen um sie herum und schienen sie beeindrucken zu wollen, was ihnen auch sichtlich gelang. Wenn man seine Hand ins Wasser hielt kamen sie sogar heran um diese zu berühren!
Am nächsten Tag wagten wir uns dann nicht nur an sondern sogar auf das Wasser. Wir mieteten ein Doppel- kajak im Abel Tasman National Park und paddelten die Küste entlang und einen Fluss hinauf. Zurück ging es dann mit einem der vielen Wassertaxis. Für mich war dieser Ausflug besonders interessant, weil ich bereits den Küstenwanderweg erleben durfte und nun eine ganz andere Sicht auf den Park erhielt.
Markus Zeit in Neuseeland neigte sich nun aber leider ihrem Ende entgegen. Am nächsten Tag mussten wir uns deshalb, mit einer Zwischenübernachtung in Kaikoura, wieder nach Christchurch aufmachen. Dafür erwartete uns aber hier aber ein warmer Empfang, denn wir waren wie gesagt von Sally und Chris eingeladen worden. Sie ließen wirklich keine Wünsche offen, verköstigten uns vorzüglich und hatten sogar Einzelzimmer für uns! Ein Zimmer von der Größe des Meinigen war ich eigentlich nur noch mit acht Betten darin gewöhnt.
Allerdings mussten wir uns am nächsten Morgen um 4 Uhr auf den weg Richtung Flughafen machen.
Somit endete Markus Besuch leider schon wieder. Die drei Wochen sind wirklich wie im Fluge vergangen. Es war aber auf jeden Fall einfach toll ihn hier zu haben. Deswegen noch einmal ein dickes Dankeschön an dich, dafür dass du all die Flugmeilen und –stunden auf dich genommen hast!!! Ich hoffe du hast die Zeit mindestens so genossen wie ich!
Für alle die sich gerne einige der Bilder unseres gemeinsames Reisen anschauen wollen gibt es hier welche aus jeder Himmelsrichtung der Südinsel: Osten, Süden, Westen und Norden
Zunächst ging’s weiter in die tiefen Untiefen des Tiefen Südens (war echt tief!). Invercargill, die südlichste und zugleich westlichste Stadt Neuseelands ist zwar laut Reiseführer kein Muss für Touristen dennoch wollte ich unbedingt weiter Richtung Süden. Denn nur ein kleines Stück südlich von Invercargill ist das Ende des State Highway Nummer 1, der sich von ganz im Norden der Nordinsel (Cape Reinga) bis hierher erstreckt. Und da ich das Nordende gesehen hatte wollte ich unbedingt auch zum Südende. Im Nachhinein muss ich zwar zugeben, dass es vergeudete Zeit war, aber dafür habe ich nun zumindest dieses Bild!
Zum Ausgleich stand aber als nächstes ein richtiger Touristen- magnet an, der Milford Sound. Dieser bietet zwar eine Fülle von Wanderwegen an, wir waren jedoch etwas unter Zeitdruck geraten und außerdem musste ich mit einer Erkältung kämpfen. Deswegen gönnten wir uns nur eine Bootsfahrt in diesem beeindruckenden Fjord und natürlich viele Fotostopps auf dem Weg dorthin. Doch auch wenn diese Gegend, das so genannte Fjordland, sehr schön ist, hatten wir uns ehrlich gesagt etwas mehr versprochen. Meiner Meinung nach wird einfach zu massiv Werbung dafür gemacht und so falsche Erwartungen geweckt.Wir konnten übrigens gar nicht genug von einem der typisch neuseeländischen Tiere bekommen, den Sandflies. Diese Biester sind etwa so groß wie Fruchtfliegen und werden daher zunächst von jedem Tourist unterschätzt. Ihre Bisse schmerzen aber und jucken noch für einige Zeit ungemein. Ausgesprochen ausgeklügelt ist außerdem, dass sie sich keine Konkurrenz mit den Moskitos machen. Während man nur tagsüber von einer Sandfly gebissen werden kann, kommen nach Dämmerung die normalen Blutsauger aus ihren Verstecken.
Da diese unangenehmen Zeitgenossen besonders vermehrt an der Westküste vorkommen, dachten wir uns, es wäre doch eine gute Idee, diese als nächstes zu erkunden.
Aber auch sonst hatte diese Gegend einiges zu bieten.
Zunächst wagten wir uns an einen der großen Gletscher, den Franz-Josef-Glacier, heran. Eigentlich wollten wir nur für einige Fotos aus großer Entfernung halten, doch irgendwie wollten wir einfach immer näher und näher an diesen Koloss aus Eis heran. Dabei ließen wir uns auch von einigen Warnschildern nicht aufhalten, Schließlich waren kurz vor uns geführte Besuchertouren unterwegs. Keine Sorge, zu nahe haben wir uns dann aber auch nicht herangewagt.Auf dem Weg hielten wir
dann noch an einem der wunderschönen Strände der Westküste. Ich denke die Bilder sprechen wieder einmal für sich.Die Wanderung, die wir im Fjordland leider nicht unternehmen konnten, wollten wir nun im Paparoa National Park an der Westküste nachholen.
Nachdem wir die bekannten Pancake Rocks (Felsformationen an der Küste, die aussehen wie aufeinander gestapelte Pfannkuchen) abfotografiert und uns im lokalen Visitor-Center schlau gemacht hatten, brachen wir auf den „Inland Pack Track“ auf. Dieser schlängelt sich durch das Hinterland an einigen Flüssen entlang durch den Busch nach Norden. An einigen Flüssen „entlang“ stimmt übrigens nicht ganz.
Zum Großenteil ist der Weg schlichtweg der Fluss. Nasse Füße sind also garantiert, denn da man unzählige Male den Fluss durchwaten muss, macht es keinen Sinn die Schuhe ständig an und auszuziehen. Wir waren von der Schönheit der Natur beeindruckt, mussten uns aber etwas sputen nach etwa 7,5 Stunden Wandern noch vor Sonnenuntergang den angepeilten Zeltplatz zu erreichen. Hier waren wir dann auch tatsächlich fast ganz allein. Nur ein nettes Kiwipärchen aus Christchurch verbrachte die Nacht hier mit uns.
Am nächsten Morgen erreichten wir nach gemütlichen zwei Stunden das Ende des Tracks. Unser Plan war es eigentlich, zurück zum Ausgangspunkt zu trampen. Allerdings stoppte leider niemand und der einsetzende Regen verbesserte unsere Lage nicht wirklich. Glück für uns, dass das nette Kiwipärchen Namens Sally und Chris noch einen Umweg auf sich genommen hatten und erst jetzt ankamen. Denn diese hatten durch ihren Sohn organisiert, dass ihr Auto hier für sie bereit stand. Die beiden nahmen uns nicht nur sofort zu unserem Auto mit, sondern luden uns auch noch zu sich nach Christchurch ein.
Zunächst stand aber noch eine andere Einladung an. So durften Markus und ich uns in Motueka bei meinen ehemaligen WWOOFing-Arbeitgebern einnisten. Hier hatten wir nicht nur eine wunderschöne Zeit mit dieser liebenswerten Kiwi-Family, sondern erkundeten auch die sonnenverwöhnte Gegend. Die mächtigen und schönen Pupu Springs (Quellen) waren unser erstes Ziel. Von hier aus fuhren wir an einen der schönsten Strände, die wir jemals gesehen haben. Am Wharariki Beach wagte
ich nicht nur den Sprung in die Wellen sondern wir sahen auch noch einige Robben, die alles andere als ängstlich waren. Sie spielten mit den Menschen um sie herum und schienen sie beeindrucken zu wollen, was ihnen auch sichtlich gelang. Wenn man seine Hand ins Wasser hielt kamen sie sogar heran um diese zu berühren!
Am nächsten Tag wagten wir uns dann nicht nur an sondern sogar auf das Wasser. Wir mieteten ein Doppel- kajak im Abel Tasman National Park und paddelten die Küste entlang und einen Fluss hinauf. Zurück ging es dann mit einem der vielen Wassertaxis. Für mich war dieser Ausflug besonders interessant, weil ich bereits den Küstenwanderweg erleben durfte und nun eine ganz andere Sicht auf den Park erhielt.Markus Zeit in Neuseeland neigte sich nun aber leider ihrem Ende entgegen. Am nächsten Tag mussten wir uns deshalb, mit einer Zwischenübernachtung in Kaikoura, wieder nach Christchurch aufmachen. Dafür erwartete uns aber hier aber ein warmer Empfang, denn wir waren wie gesagt von Sally und Chris eingeladen worden. Sie ließen wirklich keine Wünsche offen, verköstigten uns vorzüglich und hatten sogar Einzelzimmer für uns! Ein Zimmer von der Größe des Meinigen war ich eigentlich nur noch mit acht Betten darin gewöhnt.
Allerdings mussten wir uns am nächsten Morgen um 4 Uhr auf den weg Richtung Flughafen machen.
Somit endete Markus Besuch leider schon wieder. Die drei Wochen sind wirklich wie im Fluge vergangen. Es war aber auf jeden Fall einfach toll ihn hier zu haben. Deswegen noch einmal ein dickes Dankeschön an dich, dafür dass du all die Flugmeilen und –stunden auf dich genommen hast!!! Ich hoffe du hast die Zeit mindestens so genossen wie ich!
Für alle die sich gerne einige der Bilder unseres gemeinsames Reisen anschauen wollen gibt es hier welche aus jeder Himmelsrichtung der Südinsel: Osten, Süden, Westen und Norden
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